Dienstag, 24. Januar 2012

Der Wulff-Effekt: Konfliktkommunikation

Wer in der Öffentlichkeit steht, hat es schwer. Ständig wollen alle wissen, was los ist, wenn man mal etwas verbockt hat. Wenn es gut läuft interessiert das niemanden. Das ist unfair. Über Medieninteresse kann sich der "erste Mann im Staat", Christian Wulff derzeit nicht beschweren. Er dient als wunderbares Nagativbeispiel für Konflikt-Kommunikation - Lernen am Model mit Christian, Teil 1: Körpersprache - der Blick.

Das ARD Interview
04.01.2012. (...) "Wulff selbst blieb ohne Präzision. Als Top-Manager eines Landes demonstrierte er auf Guttenberg-Niveau – bei allem menschlichen Verständnis für seinen Druck – ein Desaster an Kompetenz im Umgang mit Konflikten."*

Wunderbar lernen wir vom künftigen Ex-Bundespräsidenten, der übrigens gefühlte tausend Stunden Kommunikations- und Medientraining hinter sich hat. Aber auch daran sehen Sie: Techniken sind das Eine, Haltung und Prinzipien das andere. Richten Sie Ihre Kommunikation an einer klaren und guten Haltung und an universellen Prinzipien (z.B. nach Steven Covey) aus.
  1. Glaubwürdigkeit entsteht, wenn man immer die Wahrheit sagt
  2. Wer die Wahrheit sagt, braucht kein gutes Gedächtnis
Der Blick
Blickkontakt oder fehlender Blickkontakt wirken immens. Blickkontakt siganlisiert Beziehungsbereitschaft, Offenheit und Sicherheit. "Schau mir in die Augen Kleiner ...", Wulff hat im Interview hartnäckig weggeschaut. Hm.

"Wulff mied häufig einen durchgängig direkten Blickkontakt mit beiden Journalisten. Ab und an, als habe er es in einem Medien-Training gelernt, schaute er ihnen sekundenkurz in die Augen, um dann wieder auf den Tisch vor sich zu blicken: Als folgte er einer tiefen Befürchtung, direkter Blickkontakt könnte ihm ein Stück eigener Orientierung und Sicherheit nehmen. (...) Viel zu schnell switchte Wulff an ernsten Stellen mit Anflügen erarbeiteter Routine in abenteuerliche Generalisierungen, die mit der eigentlichen Frage in annähernd keinem Zusammenhang mehr standen. Man lernt das in jedem Medientraining: Egal, was Du gefragt wirst – sprich über die Dinge, die Du erzählen möchtest."*

Machen Sie es einfach anders. Dann sind Sie auf einem guten Weg.


*Quelle:Christopher Lesko - meedia.de
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