Montag, 13. Februar 2012

Kommunikation & Selbstgespräche

Kommunikation hat zwei Richtungen – und das in mehrfacher Hinsicht. Sie kennen das Sender-Empfänger-Modell. Alles sehr vereinfacht. Da geht es nach bestimmten Regeln und Gesetzmäßigkeiten hin und her. Es gibt auch die interne und externe Kommunikation, sowohl beim Menschen als auch bei Unternehmen. Menschen führen massenhaft Selbstgespräche und kommunizieren nach außen. Selbstgespräche laufen meistens wesentlich kritischer ab, als unsere Mitteilungen in Richtung „Umwelt“.


Interessante Selbstgespräche setzen einen klugen Partner voraus.
Herbert G. Wells

Zu gut oder zu kritisch

Untersuchungen zeigen, wir reden uns unsere Welt und unsere Fähigkeiten auch nach innen schon mal schön. Häufiger jedoch gehen wir hart mit uns ins Gericht und sind von Zweifeln geplagt. Beides, das Schönreden und das Zweifeln, ist übertrieben – GMV. Nach außen versuchen wir uns nahezu immer positiver darzustellen, als wir es innerlich wahrnehmen. Damit fängt der „Ärger“ an. So ist gute Kommunikation kaum machbar. Innen anders als nach außen. Das muss schief gehen.

Glauben Sie nicht alles, was Sie sich erzählen

Der Werbeeffekt – Sie glauben doch nicht, was die Werbung Ihnen erzählt, oder? Nein, das tun Sie nicht – Sie lassen sich nur davon beeinflussen. Alles nachgewiesen. Sonst würden nicht jedes Jahr weltweit rund 500 Milliarden US-Dollar für durchaus hirnrissige Botschaften ausgegeben. In Deutschland sind es immerhin um die 15 Milliarden Euro. Heraus kommen dabei Botschaften wie „Kaffee X macht eine glückliche Familie“, „Parfum Y macht Sie begehrenswert oder „Auto Z macht Sie zum tollen Hecht“. Mit all dem zeugs ist das Leben vieeel besser. Alles sehr wirkungsvoller Quatsch.

Manchmal ist "Werbung" höchst hilfreich

Trotzdem bleibt es schönfärbende Werbung. Aber was wollen Sie machen, wenn Sie die Dame oder den Herren für sich interessieren und gewinnen wollen – ob nun für´s Bett, das Leben, für die Beförderung, die Führung oder den Verkauf. Sie werden sich nicht als ganz normalen „Kaffee“ darstellen. Sie sind der „Kaffee“, der das Universum am Gaumen bewegt. Bis zum ersten Schluck. Und Ihre inneren Kritiker haben Ihnen die Schönfärberei schön längst um die Ohren gehauen - im Dauer-Selbstgebrabbel.


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